Content is King: Kann SEO Content ruinieren? Teil 1: Textlänge & Keywords

Ob ein Text online erfolgreich ist, hängt von vielen Faktoren ab. Nicht nur die richtige Textlänge und ein auf die Zielgruppe bzw. auf das Produkt oder die Dienstleistung abgestimmter Inhalt spielen eine grosse Rolle, auch die passenden Keywords entscheiden über die Sichtbarkeit eines Textes im Internet. Wenn Sie also in den Suchergebnissen ganz oben erscheinen möchten, kommen Sie um SEO nicht herum. Dabei läuft man jedoch Gefahr, es zu übertreiben und nicht mehr für seine Leser, sondern nur noch für die Suchmaschinen zu schreiben. Das kann sich schnell negativ auf Ihre Präsenz im World Wide Web auswirken. Wie Sie SEO also clever einsetzen und einen qualitativ hochwertigen Text schreiben, erklären wir Ihnen in diesem Blog-Beitrag.

Content is King: Kann SEO Content ruinieren? Teil 1: Textlänge & Keywords

Content is King: Kann SEO Content ruinieren? Teil 1: Textlänge & Keywords

11.05.2018

Unter SEO-Profis kursiert das Credo «content is king». Das bedeutet: Nur wenn Sie auf eine Website mit starken Inhalten setzen, können Sie sich und/oder Ihrem Unternehmen zu mehr Bekanntheit verhelfen und Produkte oder Dienstleistungen über das Internet an eine wachsende Kundschaft bringen – vorausgesetzt, Sie werden gefunden. Das wiederum gelingt durch die Unterstützung von SEO. Die Kernaufgabe der Suchmaschinenoptimierung ist, Suchdiensten zu zeigen, dass Ihre Website die Informationen liefert, die Interessenten suchen. Doch ist es andererseits auch möglich, Ihren Content durch SEO-Massnahmen zu ruinieren?

Content is King: Können SEO-Techniken Ihre Texte ruinieren?

Webcontent und insbesondere Textinhalte gewichten Suchdienste wie Google, bing oder Yahoo! immer höher. Auf Anfängerfehler oder billige Tricks bei der Content-Erstellung reagieren Suchmaschinen empfindlich. Halten Sie bestimmte SEO-Grundsätze nicht ein, verfehlen Sie nicht nur Ihr gewünschtes Ziel, zum Beispiel mehr Traffic. Vielmehr erreichen Sie das Gegenteil, indem Sie Ihrer Webpräsenz und Reputation auf lange Sicht schaden. Was ist bei der Erstellung relevanter Inhalte also zu beachten?

Beleuchten wir zwei der wichtigsten Basics, die professionelle SEO-Texter längst verinnerlicht haben, die unbedarft angewandt jedoch das Aus für Ihren Content bedeuten könnten.

Textlänge und Unique Content

Wir schicken voraus: Google ist nicht die einzige Suchmaschine, mit mehr als 94 % Marktanteilen aber die am häufigsten genutzte. Der Einfachheit und Relevanz halber konzentrieren wir uns im Folgenden also auf diesen Suchdienst. Genau das sollten Sie bei Ihren Texten allerdings nicht tun.

Googles Algorithmen und hunderte Updates jährlich sind kaum transparent. Mit dem Panda-Update 2011 ist jedoch klar, dass sich der Fokus auf den Content verschiebt und Websites mit minderwertigem oder zu wenig Content (Thin Content) meistens nicht gut bewertet und im Ranking niedrig positioniert werden. Um für Google relevant zu sein, empfehlen SEO-Experten deshalb Textlängen von mindestens 1'000 oder 2'000 Wörtern.

Man könnte also meinen: Viel hilft viel. Doch das stimmt nur bedingt.

So nicht: Es bringt dem Leser – und letztlich Ihnen – nichts, wenn Ihre Texte zwar möglichst lang, aber aufgrund fehlender Struktur schlecht lesbar oder wegen substanzlosen Inhalts ohne Mehrwert sind. In beiden Fällen wird dem User erschwert, innerhalb kurzer Zeit die gesuchten Informationen zu finden, woraufhin er enttäuscht Ihre Seite verlässt. Erliegen Sie deshalb besser nicht der Versuchung, auf automatisch generierte Inhalte zurückzugreifen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Textübersetzungen eines automatischen Tools, die ungeprüft und unbearbeitet übernommen werden.

Eine weitere, denkbar schlechte Idee, den Zeit- und Arbeitsaufwand für guten, ausreichend langen Textcontent zu minimieren, ist das Kopieren von Texten anderer Seiten. Plagiate (Duplicate Content) werden von Google abgestraft und als Spam markiert – mit der möglichen verheerenden Folge, dass Ihre Seite in den Suchergebnissen gar nicht mehr auftaucht. Im schlimmsten Falle haben Sie gar eine Urheberrechtsverletzung zu verantworten.

Besser: Sparen Sie nicht am falschen Ende. Produzieren Sie einzigartige Inhalte (Unique Content) selbst oder investieren Sie in schlüssig formulierte SEO-Texte mit Mehrwert für den Leser. Indem Sie lange Texte implementieren, die angereichert durch Bilder, Tabellen, Listen und Überschriften gut strukturiert und nutzbringend sind, beweisen Sie Google und dem Leser gleichermassen die Relevanz und Qualität Ihrer Inhalte.

Keywords

Vor einigen Jahren galten Keywords als SEO-Wunderwaffe, um hohe Rankings und eine gute Auffindbarkeit zu erzielen. Umso verschwenderischer wurden sie eingesetzt. Obgleich in ihrer Bedeutung geschwächt und ohne direkter Rankingfaktor zu sein, gehören sie noch heute zweifelsohne zu den wichtigsten Bausteinen der Suchmaschinenoptimierung, mit denen Texter arbeiten können. Keywords signalisieren der Suchmaschine, dass die Seite thematisch passende Inhalte und Antworten auf entsprechende Suchanfragen bietet – sofern sie richtig eingesetzt werden.

So nicht: Wird dasselbe Keyword auf einer Seite im Übermass platziert – vom Header bis zum Footer etwa in jedem zweiten Satz –, spricht man von Keyword Stuffing. Das wirkt nicht nur fragwürdig auf den Leser. Seit dem Penguin-Update 2012 stuft Google solche gestopften, überoptimierten Inhalte als Black Hat SEO und damit ebenfalls als unseriös und unglaubwürdig ein. Denn die blosse Anhäufung von Schlüsselbegriffen macht aus Ihrem Content noch lange keinen Qualitätscontent.

Gestelzt und unsinnig klingen Texte ausserdem, wenn Sie Keywords und insbesondere Long Tail Keywords exakt einhalten, ohne sie grammatisch zu beugen oder durch Stoppwörter in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen. Beispiel: «Mit den neuen elegante Winterschuhe Herren bleiben Ihre Füsse warm.»

Besser: Recherchieren Sie zunächst, welche Keywords für die Besucher Ihrer Seite interessant sind. Hierbei sind Long Tail Keywords, also Ketten aus zwei bis drei Begriffen, tatsächlich eine gute Alternative zu Suchbegriffen mit hohem Wettbewerb. «Elegante Winterschuhe Herren» werden zwar seltener gesucht als «Schuhe», bei Ihrer Zielgruppe und potenziellen Kundschaft – Herren auf der Suche nach Winterschuhen – landen Sie hingegen einen Volltreffer. Denken Sie jedoch an die korrekte Flexion der Keywords: «Mit den neuen eleganten Winterschuhen für Herren bleiben Ihre Füsse warm.»

Unbedingt vermeiden sollten Sie Keyword Stuffing, das Vollstopfen des Textes mit dem immer gleichen Begriff. Achten Sie stattdessen auf eine gemässigte Keyworddichte, die Platzierung des Keywords im Titel und seine natürliche Verteilung über den gesamten Text. Dabei hilft Ihnen auch, rund um Ihr Schlüsselwort mit Synonymen und Antonymen ein semantisches Feld aufzubauen, das möglichst viele Aspekte Ihres Themas abdeckt. Suchmaschinen stellen Korrelationen zwischen den Begriffen her und erkennen die thematische Relevanz Ihres Contents.

Fazit

Suchmaschinenoptimierte Texte haben eine aussagekräftige Länge, sind übersichtlich gegliedert und mit Keywords und Synonymen an den richtigen Stellen ausgestattet. Doch SEO-Texte zu schreiben, heisst nicht, für Google zu schreiben. Die User sind es, die aufgrund Ihres Contents auf Ihrer Seite verweilen, Produkte kaufen oder den Newsletter abonnieren. Daten wie diese registriert Google und honoriert sie entsprechend mit der Positionierung Ihrer Website im Ranking der Suchergebnisse.

Klug umgesetzte SEO-Techniken ruinieren Ihre Texte nicht, sondern optimieren sie zu hochqualitativem, einzigartigem Content. In ihnen liegt die Kunst, sowohl Suchmaschinen als auch Leser anzusprechen. Sollte Ihnen neben Ihrem Tagesgeschäft die Zeit dazu fehlen, attraktiven Content selbst herzustellen, greifen wir Ihnen gern unter die Arme. Melden Sie sich jederzeit bei uns und schreiben Sie uns Ihre Anfrage an info@jollywords.com!

Tipp: In unserer Fortsetzung erweitern wir das Thema «Kann SEO Content ruinieren?» und widmen uns nach der Textlänge und den Keywords zwei weiteren SEO-Bausteinen: Welchen Einfluss Links und Backlinks auf die Qualität Ihres Contents sowie dessen Reichweite im Netz haben, erfahren Sie im Blogartikel «Content is King: Kann SEO Content ruinieren? Teil 2: Links & Backlinks».

Autor: Maria Schuhmacher