jollywords' Portfolio, Teil 1: Reisetexte

Ob Strandferien, Kreuzfahrt oder Städtetrip: «Wenn jemand eine Reise macht», hat er sich vorher informiert – in den Katalogen des Reisebüros oder über Reiseportale und Foren im Internet. Reisetexte inspirieren interessierte Reiselustige und dienen der Orientierung während der Ferienplanung. Mit ausführlichen Hintergrundinformationen über Land und Leute sowie speziellen Tipps zur Destination, dem Zielort, sind sie für viele eine nützliche Entscheidungshilfe. Was einen aussagekräftigen, verständlichen und zugleich unterhaltsamen Reisetext ausmacht, lesen Sie im ersten Artikel unserer neuen Blog-Reihe.

jollywords' Portfolio, Teil 1: Reisetexte

jollywords' Portfolio, Teil 1: Reisetexte

06.08.2018

Wir starten eine neue Blog-Rubrik! In «jollywords' Portfolio» stellen wir Ihnen und künftigen Auftraggebern unsere Leistungen näher vor: Worüber schreiben wir? Welche Textsorten gehören zu unserem Repertoire? Wie gehen wir an die Texte heran? Und welche Dienste bieten wir Ihnen darüber hinaus?

Mit dem ersten Artikel der Reihe blicken wir zurück auf unsere Wurzeln, die Reisetexte. Einige unserer – inzwischen spezialisierten – Texterinnen verfassten zu Beginn ihrer Laufbahn und schreiben noch heute Texte für Reiseveranstalter und Online-Portale mit Angeboten in Europa und weltweit.

Der Zweck von Reisetexten

Die Kategorie der Reisetexte ist vielfältig und umfasst unter anderem:

  • Informative Destinations-, Hotel- und Reisebeschreibungen, zum Beispiel für Reiseführer, Online-Angebote und Printkataloge von Reiseveranstaltern
  • Subjektive Reiseberichte und Artikel für Ferienmagazine und Blogs
  • Suchmaschinenoptimierte Texte für Reise-Websites und Buchungsplattformen

Alle Reisetexte im Online- und Offline-Bereich eint ihr Zweck: Leser für Reiseziele zu begeistern, Fernweh zu wecken und Lust aufs Reisen zu machen. Während Magazine, Foren und Blogs den Reiseinteressierten überwiegend emotional ansprechen, unterhalten und inspirieren, legen Tourismusverbände sachlich Fakten und Zahlen dar. Auf den Seiten von Fluggesellschaften, Reiseveranstaltern und -vermittlern wird es dann konkret. Hier gilt, vorrangig für potenzielle Kunden zu schreiben. Werbende Destinationsbeschreibungen geben ausführliche Hintergrundinformationen sowie wertvolle Tipps und zielen damit direkt auf eine Entscheidung – idealerweise die Reisebuchung – ab.

Um diese Conversion – die Umwandlung des Seitenbesuchers in einen Kunden – auszulösen, muss ein Reisetext bestimmte Kriterien erfüllen. Die meisten Leser recherchieren vor einer Reise auf thematisch passenden Portalen im Internet. Fühlen sie sich gut informiert und unterhalten, verweilen sie länger auf der Website. Die positive Nutzererfahrung erhöht so einerseits die Bindung zwischen Anbieter und User und andererseits die Verweildauer des Users, einer der Rankingfaktoren von Suchmaschinen. Unter Aufbau eines ordentlichen Linkprofils, Verwendung von Keywords und weiteren SEO-Strategien können Online-Plattformen Reisetexte also ebenfalls für die Suchmaschinenoptimierung einsetzen.

Ein guter Reisetext holt Interessenten auf die Website, animiert zum Lesen und anschliessend zum Buchen und Kofferpacken. Welche Informationen er enthalten und welchen Ton er treffen sollte, um diese Ziele zu erreichen, erörtern wir in den folgenden Ausführungen.

Die Zielgruppen

In Vorbereitung des Reisetextes ist zunächst festzustellen, welche Zielgruppe er ansprechen soll. Die Gruppe «Reiseinteressierte» trifft in der Regel für alle Ferienangebote zu. Je nach Ausrichtung der Reise empfiehlt es sich jedoch, individuell zu spezifizieren: So unterscheiden sich beispielsweise die Interessen von Familien mit Kindern deutlich von Feriengästen, die Party machen möchten. Geschäftsreisende haben andere Ansprüche und Prioritäten als Rucksack- oder Pauschaltouristen. Und auch für Hochzeitsreisende gibt es häufig speziell zugeschnittene Angebote, deren besondere Details entsprechend herauszuarbeiten sind.

Sprache und Stil

Von der jeweiligen Zielgruppe hängen die Kundenansprache, der Stil und die Wortwahl ab. Junge Abenteurer, die bevorzugt Low-Budget-Reisen unternehmen, fühlen sich von einer umgangssprachlichen, jugendlich-frischen Schreibe und einem lockeren «Du» angesprochen. Wohlsituierten Senioren gegenüber ist ein gehobener, seriöser Stil und das «Sie» vorzuziehen.

Ob der Reisetext nun informativ oder unterhaltsam ausfällt: In jedem Fall ist eine lebendige, verständliche Sprache gefragt – Worte, die die Sinne ansprechen, Begehrlichkeiten wecken und den Wunsch nach Erholung im Paradies steigern: Das «im Sonnenlicht glitzernde Meer», «Palmen, die sich im sanften Sommerwind wiegen» und die «rauschende Brandung der Wellen» nehmen die Leser gedanklich mit auf die Reise. Wichtig ist ausserdem, im Verlauf des Textes bei einer Zeitform zu bleiben. Gleiches gilt für die Perspektive. Bei Erfahrungsberichten bietet es sich an, aus der Ich-Perspektive zu erzählen. Verkaufstexte profitieren von einer neutralen Position und direkter Kundenansprache.

Auch wenn Texte für Reiseveranstalter und Reisevermittler gleichzeitig Werbetexte sind, sollten platte Floskeln vermieden werden. Wirkungsvoller sind stattdessen Aufforderungen, konkrete, individuelle Umschreibungen und eine bildreiche Sprache:

«Erleben Sie das quirlige Treiben auf dem Basar, wo findige Händler duftenden Tee und Gewürze aus dem Morgenland feilbieten.»

statt

«Auf dem Basar im Stadtzentrum erhalten Sie landestypische Spezialitäten.»


Reisetexte – jollywords

Reisetexte schreibt man am besten so, als wäre man live vor Ort.

Inhalt

Für Reisetexte sind zahlreiche Themenschwerpunkte möglich. Dabei dürfen grundlegende Informationen für den umfassenden Gesamteindruck nicht fehlen:

  • Einordnung des Reiseziels: geografische Lage, Einreisebedingungen, Währung etc.
  • Ideale Reisezeit: Klima und Vegetation (insbesondere bei weit entfernten Klimazonen), Regenzeiten oder Kälteperioden etc.
  • Infrastruktur: öffentliche Verkehrsmittel, Einkaufsmöglichkeiten wie Märkte für Souvenirs und Spezialitäten
  • Gastronomie: Nationalgerichte und Besonderheiten der einheimischen Küche, Restaurants und Cafés in der Nähe
  • Sehenswürdigkeiten: architektonische Attraktionen am Reiseziel und in der Umgebung, Museen und Führungen
  • Freizeit und Sport: je nach Destination Strände, Bademöglichkeiten, Wellnessangebote, Wanderwege, Skipisten, Ausflugsziele, Clubszene

Der Inhalt des Textes sollte sich in erster Linie an der Destination und ebenfalls an den Interessen der Zielgruppe orientieren. Sinnvolle Ergänzungen für Backpacker sind zum Beispiel Hinweise auf preisgünstige Anreise- und Übernachtungsmöglichkeiten. Reisende mit einem Wohnmobil freuen sich über attraktive Camper-Routen. Bei Fernreisen in exotische Länder empfehlen sich Informationen über lokal spezifische Verhaltensregeln, Bekleidungsvorschriften, notwendige Impfungen sowie Gepflogenheiten und Traditionen. Entscheidend ist, landestypische Spezifika herauszuarbeiten – gern in den schillerndsten Farben, aber nicht zu einseitig.

Wo es mitunter politisch oder klimatisch kritisch werden könnte, ist es wichtig, auch Vorsichtsmassnahmen zu nennen. In Erfahrungsberichten können dabei subjektive Einschätzungen und Wertungen einfliessen. Bei neutralen Beschreibungen formulieren wir diese als konstruktive «Tipps & Tricks».

«Unser Ferientipp: Wer für lange Überlandstrecken den Flieger nimmt, entscheidet sich für die entspannte, sichere Alternative zur Fahrt auf Mexikos Bundesstrassen und erkundet das Land aus einer faszinierenden Perspektive.»

Überhaupt verleihen Insidertipps dem Text mehr Tiefe, Authentizität und ein Plus an Wissen, das dem durchschnittlichen Touristen noch nicht bekannt ist. Dazu sollten es Informationen sein, die über Grundsätzliches hinausgehen, geheime Plätze etwa, die nicht in jedem Reiseführer zu finden sind.

Form

Eine übersichtliche Reisebeschreibung setzt sich – wie die meisten Texte allgemein – aus Einleitung, Hauptteil und Schluss zusammen:

Die Einleitung lockt den Leser mit Appetithäppchen und geht kurz auf besondere Highlights ein, die den Reiselustigen erwarten. Wo die Zielgruppe nicht zu sehr eingegrenzt werden muss, beziehen allgemeinere Formulierungen ein möglichst breit gefächertes Publikum mit ein:

«Baden im Mittelmeer, Sightseeing in der Altstadt und orientalische Shoppingerlebnisse stehen auf dem Programm einer Städtereise nach Antalya.»

Der Hauptteil nennt und beschreibt ausführlich die Details zur geografischen Einordnung und zu den USP (Unique Selling Points, Alleinstellungsmerkmale) der Destination. Eine Überschrift und Zwischenüberschriften ordnen die einzelnen Themen zu sinnvollen Abschnitten; Aufzählungen und Tabellen sorgen für das schnelle Erfassen wichtiger Punkte. Für verkaufende und vermittelnde Reiseportale ist es sinnvoll, für alle Angebote ein einheitliches Schema zu gestalten. Das schafft Kontinuität und einen Wiedererkennungseffekt, der bewirkt, dass sich Besucher leicht auf den Seiten zurechtfinden. In inhaltlich und formal freieren Berichten muss nicht thematisch vorgegangen werden. Durch die chronologische Schilderung der Erlebnisse reist der Leser gedanklich mit und kann dem Geschehen prima folgen. Recherchierte Daten und/oder eigene Erfahrungen können über weiterführende Links, zum Beispiel zum Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), bestätigt werden. Damit bieten Reisetexte den Nutzern einen entscheidenden Mehrwert.

Im Schlussteil ist Platz für das Fazit, das die Besonderheiten der Destination noch einmal hervorhebt und begründet, warum sich die Reise dorthin lohnt. Ob ein abschliessend animierender Call-to-Action angefügt wird, hängt von der Intention des Textes ab.

Insbesondere für Reisetexte haben thematisch zugeordnete Bilder einen hohen Stellenwert. Stockfoto-Dienste verfügen über eine riesige Auswahl an lizenzfreien Fotos von Sehenswürdigkeiten, Stränden und Landschaften – zum kleinen Preis oder gar kostenfrei. Authentischer und origineller sind jedoch eigene bzw. vom Auftraggeber gefertigte Aufnahmen. Alle sprachlich gezeichneten Bilder werden so noch einmal veranschaulicht, stärken die Vorstellungskraft und laden den Betrachter zum Relaxen ein. Die Website wird durch den visuellen Mehrwert zudem deutlich interessanter.

Fazit

Wer in der Tourismusbranche tätig ist und Reisen an den Mann oder die Frau bringen möchte, benötigt einzigarte, verkaufsfördernde Texte zu den angebotenen Destinationen: Texte, die sachlich und informativ oder emotional und unterhaltend sind – Texte für Websites, Reisekataloge, Blogs oder Magazine. Also: Unique Content mit Mehrwert, der die Zielgruppen anspricht, beim Leser Erinnerungen an die letzten Ferien wachkitzelt und Lust auf die nächste Reise macht.

jollywords erstellt suchmaschinen- und leseroptimierte Reisetexte, die in ansprechenden Formulierungen alle relevanten Informationen zu den Reisezielen liefern. Denn wir wissen: Ein zuvorkommender Kundenservice beginnt vor der Reisebuchung!

Autor: Maria Schuhmacher